Trinkwasser zunehmend durch Medikamente verunreinigt

Wenn Menschen Medikamente zu sich nehmen dann scheidet der Körper Substanzen des Medikamentes wieder aus. Das gilt auch für medikamentös behandelte Nutztiere, wie Rinder und Schweine. Welche Auswirkung das auf unser Trinkwasser haben kann wird im Folgenden erläutert.

Konventionelle Kläranlagen können die Reststoffe der Medikamente bisher nicht herausfiltern. Diese Substanzen gelangen folglich in die Flüsse und somit auch in den Trinkwasser-Kreislauf, da viele Wasserwerke Rohwasser aus Flussuferfiltrat gewinnen. Nach Recherche des Trinkwasser Blog befanden sich bereits im Jahre 2008 mehrfach Rückstände von Rheuma- sowie Schmerzmittel und anderen Arzneien im Trinkwasser, was eine Untersuchung des Umweltbundesamtes ergab.

Vor dem Hintergrund einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung ist davon auszugehen, dass sich diese Problematik weiter verschärft, weil der Medikamentenkonsum und somit auch die Ausscheidungen i. d. R. im Alter zunehmen. Das Umweltbundesamt rechnet damit, dass beides bis 2040 um 20 Prozent steigt.

Nach Recherche des Trinkwasser Blogs gibt es folgende Lösungsansätze der Verunreinigung des Trinkwassers durch Medikamente zu begegnen. So sollten Ärzte wenn möglich Medikamente verschreiben, die biologisch abbaubar sind. Durch den Einsatz von Aktivkohle oder Membranen können die Restsubstanzen der Medikamente aus dem Wasser gefiltert bzw. durch den Einsatz von Ozon zerstört werden. Allerdings würde das Nachrüsten dieser zusätzlichen Klärstufe rund 10 Prozent Mehrkosten für die Betreiber verursachen.

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