Leckstellen im Trinkwasser-Leitungsnetz können nicht nur immer wieder vorkommen sondern kommen tatsächlich vor. Das ist sehr ärgerlich, weil aufbereitetes Trinkwasser verloren geht. Darüber hinaus bedeutet der Trinkwasser-Verlust auch eine finanzielle Einbusse für das jeweilige Wasserwerk bzw. die jeweiligen Stadtwerke.
Zum Jahresende 2011 stellte beispielsweise der Beilngrieser Wasserwart über mehrere Tage hinweg einen merklich höheren Brauch- und Trinkwasserverbrauch fest. Dieser gestiegene Wasserverbrauch legte nahe, dass Wasser über ein Leck im Trinkwasser-Leitungsnetz verloren geht.
Nach erfolgloser Eigensuche des Leckes wurde eine Leckortungsfirma mit der Untersuchung des Leitungsnetzes beauftragt. Da ein Leck in der Leitung als Geräusch erkennbar ist, wurde das Leitungsnetz von Schieber zu Schieber mit einem Lecksuchgerät akustisch abgehorcht.
Es dauerte dennoch vier Tage bis das Leck geortet werden konnte. Nach Recherche des Trinkwasser Blogs gingen in Beilngries durch das Leck etwa 95 Kubikmeter Wasser pro Tag verloren. Laut Wasserwart kommen im Versorgungsgebiet Beilngries pro Jahr etwa zwei bis drei Rohrbrüche vor.
Abwasserkanäle sind Siebe, Trinkwassernetze undicht und Gasnetze dicht. Wenn Gasnetze nicht dicht sind, kommt es zu Explosionen. Warum werden Trinkwassernetze nicht wie Gasnetze gebaut, erneuert und unterhalten?