Bereits vor ein paar Jahren haben die Stadtwerke Bad Kreuznach erkannt, dass für ihr Trinkwasser mit 19 bis 21 Grad Härte Handlungsbedarf besteht. Im Jahre 2009 wurde daher eine Verfahrensstudie durchgeführt, die eine möglichst wirksame und zugleich kostengünstige Aufbereitungsart für eine Wasserenthärtung ermitteln sollte. Die Umkehrosmose zeichnete sich damals als das wirtschaftlichstes Verfahren ab.
Jetzt im Jahre 2011 hat der Aufsichtsrat der Wasserwerke beschlossen, dieses Projekt in Angriff zu nehmen. Im Frühjahr 2012 soll mit dem Einbau der Wasserenthärtungsanlage begonnen werden. Die geplante Fertigstellung ist für Ende 2012 vorgesehen. Ziel ist es die Härte des Trinkwassers auf 10 bis 12 Grad zu reduzieren.
Um das sicherzustellen besteht der Kern der Enthärtungsanlage aus 210 Umkehrosmosemodulen mit einer Membranfläche von rund 8000 Quadratmetern. Die Anlage entzieht etwa 40 Prozent des aufbereiteten Trinkwassers nicht nur Kalk, sondern auch Nitrat und Uran (Der Nitratgehalt soll von 40 auf unter 25 Milligramm pro Liter und der Urangehalt von 8 auf unter 4 Mikrogramm pro Liter gesenkt werden. In beiden Fällen lag der Ausgangswert bereits unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert). Dieses speziell aufbereitete Wasser wird dann mit dem übrigen, aufbereiteten Trinkwasser vermischt.
Nach Recherche des Trinkwasser Blogs investieren die Stadtwerke Bad Kreuznach insgesamt 1,2 Millionen Euro in diese Anlage. Für die rund 57000 Kunden der Stadtwerke soll sich jedoch der Wasserpreis durch diese Baumaßnahme nicht erhöhen, was für die Kunden eine gute Nachricht ist.