Trinkwasser zunehmend durch Medikamente verunreinigt

Wenn Menschen Medikamente zu sich nehmen dann scheidet der Körper Substanzen des Medikamentes wieder aus. Das gilt auch für medikamentös behandelte Nutztiere, wie Rinder und Schweine. Welche Auswirkung das auf unser Trinkwasser haben kann wird im Folgenden erläutert.

Konventionelle Kläranlagen können die Reststoffe der Medikamente bisher nicht herausfiltern. Diese Substanzen gelangen folglich in die Flüsse und somit auch in den Trinkwasser-Kreislauf, da viele Wasserwerke Rohwasser aus Flussuferfiltrat gewinnen. Nach Recherche des Trinkwasser Blog befanden sich bereits im Jahre 2008 mehrfach Rückstände von Rheuma- sowie Schmerzmittel und anderen Arzneien im Trinkwasser, was eine Untersuchung des Umweltbundesamtes ergab.

Vor dem Hintergrund einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung ist davon auszugehen, dass sich diese Problematik weiter verschärft, weil der Medikamentenkonsum und somit auch die Ausscheidungen i. d. R. im Alter zunehmen. Das Umweltbundesamt rechnet damit, dass beides bis 2040 um 20 Prozent steigt.

Nach Recherche des Trinkwasser Blogs gibt es folgende Lösungsansätze der Verunreinigung des Trinkwassers durch Medikamente zu begegnen. So sollten Ärzte wenn möglich Medikamente verschreiben, die biologisch abbaubar sind. Durch den Einsatz von Aktivkohle oder Membranen können die Restsubstanzen der Medikamente aus dem Wasser gefiltert bzw. durch den Einsatz von Ozon zerstört werden. Allerdings würde das Nachrüsten dieser zusätzlichen Klärstufe rund 10 Prozent Mehrkosten für die Betreiber verursachen.

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Leckage im Trinkwasser-Leitungsnetz

Leckstellen im Trinkwasser-Leitungsnetz können nicht nur immer wieder vorkommen sondern kommen tatsächlich vor. Das ist sehr ärgerlich, weil aufbereitetes Trinkwasser verloren geht. Darüber hinaus bedeutet der Trinkwasser-Verlust auch eine finanzielle Einbusse für das jeweilige Wasserwerk bzw. die jeweiligen Stadtwerke.

Zum Jahresende 2011 stellte beispielsweise der Beilngrieser Wasserwart über mehrere Tage hinweg einen merklich höheren Brauch- und Trinkwasserverbrauch fest. Dieser gestiegene Wasserverbrauch legte nahe, dass Wasser über ein Leck im Trinkwasser-Leitungsnetz verloren geht.

Nach erfolgloser Eigensuche des Leckes wurde eine Leckortungsfirma mit der Untersuchung des Leitungsnetzes beauftragt. Da ein Leck in der Leitung als Geräusch erkennbar ist, wurde das Leitungsnetz von Schieber zu Schieber mit einem Lecksuchgerät akustisch abgehorcht.

Es dauerte dennoch vier Tage bis das Leck geortet werden konnte. Nach Recherche des Trinkwasser Blogs gingen in Beilngries durch das Leck etwa 95 Kubikmeter Wasser pro Tag verloren. Laut Wasserwart kommen im Versorgungsgebiet Beilngries pro Jahr etwa zwei bis drei Rohrbrüche vor.

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Der Kempener Trinkwasser-Turm

Kempen hat schon viele Jahrzehnte einen Wasserturm. Genau genommen seit 1906. Aufgrund wachsender Bevölkerungszahlen stieg der Bedarf an Trinkwasser und folglich war das Fassungsvolumen des Trinkwasserturms irgendwann zu gering.

Der alte Wasserturm mit einem Fassungsvermögen von 250 000 Litern bestand aus Stahl. Nach Recherche des Trinkwasser Blogs war der Wasserturm außen mit Holz verkleidet und gekrönt wurde er mit einer Kuppel sowie einem schmucken Türmchen.

Der neue Wasserturm ist jetzt schnörkellos, schlicht, weiß gestrichen und bei Dunkelheit wird er blau angeleuchtet. Gekrönt wird der Wasserturm mit einem schlichten Kegel. Um sicher zu stellen, dass der Turm nicht unter der Wasserlast zusammenbricht wurde dem Turm ein Korsett angelegt. Das heißt, dass sich etwa 20 Stahlbänder wie Ringe von oben bis unten um den Turm spannen und das Mauerwerk klammern.

Das Fassungsvermögen des neuen Wasserturms beträgt sage und schreibe 350 000 Liter. Um sich besser ein Bild von diesem gewaltigen Fassungsvermögen machen zu können passen beispielsweise in eine herkömmliche Badewanne gerade mal 150 Liter. Die Höhe beträgt 41,5 Meter, wobei das Mauerwerk bis zu einer Höhe von 32 Metern reicht.

Insgesamt ist der Wasserturm eine Rückversicherung für die Trinkwasser-Versorgung, die nämlich hauptsächlich über Pumpen realisiert ist. Ist beispielsweise der aktuell Wasserverbrauch 100 Kubikmeter pro Stunde bei einer Pumpenleistung von 200 Kubikmetern, so wird mit den verbleibenden 100 Kubikmetern Pumpenleistung der Wasserturm gefüllt. Ist der Turm komplett gefüllt, so schalten sich die Pumpen ab und die Kempener werden über den Turm mit Trinkwasser versorgt, bis ein definierter Wasserstand erreicht ist. Anschließend wiederholt sich dieser Ablauf. Um eine gute Trinkwasser Qualität zu gewährleisten wird nach Recherche des Trinkwasser Blogs jede Nacht das Wasser im Turm getauscht.

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Trinkwasser Qualität weiter verbessert

Bereits vor ein paar Jahren haben die Stadtwerke Bad Kreuznach erkannt, dass für ihr Trinkwasser mit 19 bis 21 Grad Härte Handlungsbedarf besteht. Im Jahre 2009 wurde daher eine Verfahrensstudie durchgeführt, die eine möglichst wirksame und zugleich kostengünstige Aufbereitungsart für eine Wasserenthärtung ermitteln sollte. Die Umkehrosmose zeichnete sich damals als das wirtschaftlichstes Verfahren ab.

Jetzt im Jahre 2011 hat der Aufsichtsrat der Wasserwerke beschlossen, dieses Projekt in Angriff zu nehmen. Im Frühjahr 2012 soll mit dem Einbau der Wasserenthärtungsanlage begonnen werden. Die geplante Fertigstellung ist für Ende 2012 vorgesehen. Ziel ist es die Härte des Trinkwassers auf 10 bis 12 Grad zu reduzieren.

Um das sicherzustellen besteht der Kern der Enthärtungsanlage aus 210 Umkehrosmosemodulen mit einer Membranfläche von rund 8000 Quadratmetern. Die Anlage entzieht etwa 40 Prozent des aufbereiteten Trinkwassers nicht nur Kalk, sondern auch Nitrat und Uran (Der Nitratgehalt soll von 40 auf unter 25 Milligramm pro Liter und der Urangehalt von 8 auf unter 4 Mikrogramm pro Liter gesenkt werden. In beiden Fällen lag der Ausgangswert bereits unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert). Dieses speziell aufbereitete Wasser wird dann mit dem übrigen, aufbereiteten Trinkwasser vermischt.

Nach Recherche des Trinkwasser Blogs investieren die Stadtwerke Bad Kreuznach insgesamt 1,2 Millionen Euro in diese Anlage. Für die rund 57000 Kunden der Stadtwerke soll sich jedoch der Wasserpreis durch diese Baumaßnahme nicht erhöhen, was für die Kunden eine gute Nachricht ist.

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Neue Trinkwasser-Leitungen in Beckum

Das Leitungsnetz für Trinkwasser besteht in vielen Städten und Gemeinde noch aus Gussrohrleitungen. So auch in Beckum. Kommen diese in die Jahre dann lässt die Zuverlässigkeit deutlich nach, weil das Material im Alter spröde wird. Sprödes Material wiederum kann zu Wasserrohrbrüchen führen.

Um die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser weiterhin zu gewährleisten, haben die Stadtwerke Balve bereits im August dieses Jahres damit begonnen, die Gussrohre durch Kunststoffrohre zu ersetzen. Die Rohre bestehen aus Polyethylen (einem robusten Kunststoff) und haben einen Durchmesser von 15 Zentimeter. Die geschätzte Lebenserwartung liegt bei 100 Jahren. Vorteile im Hinblick auf Trinkwasser-Qualität, Hygiene oder Geschmack des Wassers haben die Kunststoffrohre gegenüber den Gussrohren nicht.

Die Rohrtausch-Aktion in Beckum ist in drei Bauabschnitte aufgeteilt. Im ersten Schritt werden 160 Meter Rohrleitung von der Pumpenstation in der „Helle“ Richtung Beckum ausgetauscht. Der zweite Bauabschnitt, der vom Ende der Wohnbebauung einen Wirtschaftsweg entlang führt, wird herausfordernd, da mit viel Felsenanteil gerechnet wird, was die Kosten bei einer Baumaßnahme noch oben treibt. Teil drei führt dann über freies Feld nach Beckum. Für die geplante Fertigstellung der Baumaßnahme gibt es keinen festen Termin. Sie wird sich über die nächsten Jahre erstrecken.

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Tipps gegen gefährliche Keime im Trinkwasser

Jeder kann einen gewissen Beitrag dazu leisten, dass das Trinkwasser keimfrei bleibt. Da gilt gleichermaßen für Eigentümer als auch Mieter. In der Regel hat das Leitungswasser nämlich eine hervorragende Wasserqualität.

Keime, die in diesem Zusammenhang relevant sind, heißen Legionellen. Legionellen sind stäbchenförmige Bakterien, die in geringer Anzahl im Wasser vorhanden sind. Gefährlich werden können sie, wenn sie sich stark vermehren und über die Atemwege in die Lunge gelangen (beispielsweise beim Duschen).

Nachfolgende Tipps sollten beachtet werden:

Alle Rohre sollten regelmäßig gespült werden. Das gilt auch für Räume, die nicht so häufig in Benutzung sind. Generell sollte man das Wasser ein Mal austauschen, wenn der Wasserhahn drei Tage nicht benutzt wurde. Austauschen heißt, dass der Wasserhahn so lange aufgedreht bleibt, bis das Wasser wieder richtig schön kalt oder heiß ist. Das Trinkwasser sollte insbesondere nach einem Urlaub ein Mal ausgetauscht werden.

Für Boiler bzw. generell gilt, die Wassertemperatur hochzuhalten. So sollte die Temperatur im Boiler oder Wasserspeicher 60 Grad betragen. Bei Temperaturen zwischen 25 Grad und 50 Grad fühlen sich die Legionellen sehr wohl und vermehren sich sehr stark und das gilt es ja zu verhindern.

Verfügt ein Haus über eine Trinkwasseranlage, so sollte diese ein Mal im Jahr gewartet werden. Der Grund dafür ist, dass sich am Boden des Trinkwasserspeichers Sedimente ablagern. Diese Sedimente sind wiederum ein optimaler Lebensraum für Keime. Die Filter in Trinkwasser-Anlagen sollten je nach Typ alle zwei bis sechs Monate gereinigt werden. Nicht vergessen sollte man in diesem Zusammenhang die Perlatoren an den Wasserhähnen. Diese sollte man regelmäßig zum Beispiel mit Essig reinigen.

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Trinkwasser in Wüste speichern

In Abu Dhabi gibt es zum Thema Trinkwasser nach Ansicht des Trinkwasser Blogs ein sehr interessantes Projekt. Unter Projektleitung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) entsteht gerade in einer Wüstenregion das weltweit größte unterirdische Trinkwasser Reservoir. Der Beweggrund hierfür ist relativ einleuchtend. Abu Dhabi deckt seinen Trinkwasserverbrauch zu über 90% mit Meerwasserentsalzungsanlagen. Sollten diese jedoch mal ausfallen, so wären die Trinkwasservorräte von Abu Dhabi bereits nach drei Tagen völlig aufgebraucht.

In einer Wüste in Abu Dhabi wurde ein Grundwasserkörper entdeckt. Da dieser im oberen Bereich über Trinkwasserqualität verfügt, können die bestehenden Grundwasservorräte künstlich mit Trinkwasser angereichert werden. Diese Idee ist nicht neu, sondern wird bereits vielfach praktiziert. Allerdings sprengt das Projekt in Abu Dhabi alle bekannten Dimensionen. Es sollen nämlich in den nächsten drei Jahren 26 Millionen Kubikmeter Wasser in den sandigen Wüstenuntergrund geleitet werden.

Nach Berechnungen der GIZ können knapp 90% des versickerten Trinkwassers später wieder zurück gewonnen werden. Sprich die Trinkwasserversorgung von Abu Dhabi wäre im Falle des Ausfalls der Meerwasserentsalzungsanlagen nicht nur 3 Tage sondern 90 Tage möglich.

Für das Projekt sind Kosten in Höhe von 500 Millionen USD veranschlagt. Das beinhaltet auch Kosten für die Infrastruktur. Es müssen Pipelines von den Meerwasserentsalzungsanlagen in die Wüste verlegt werden, vier große Pumpstationen sind erforderlich, 200 Brunnen für die spätere Förderung des Trinkwassers müssen gebaut werden und eine autarke Stromversorgung ist mit eingeplant. Nach Ansicht des Trinkwasser Blogs ein wichtiges und beeindruckendes Projekt.

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Trinkwasser-Reinigung mit Plastikflaschen

Es gibt Länder bzw. Regionen in Ländern (z. B. in Indien) in denen das Trinkwasser mit giftigen Schwermetallen wie beispielsweise Arsen stark belastet ist. Oft fehlt das Geld für teuere Aufbereitungsanlagen. Die Wissenschaft ist nach Recherche des Trinkwasser Blogs daher bestrebt günstige Alternative zu erforschen.

Ein Ansatz ist beispielsweise das Zerschneiden alter Plastikflaschen aus Polyethylen in kleine Stücke. Diese werden dann mit der Aminosäure Cystein beschichtet. Rührt man die so behandelten Plastikstücke in mit Arsen belastetem Wasser ein, dann funktionieren die Plastikstücke wie ein Magnet für das Arsen. Sprich die Arsenpartikel lagern sich auf den Plastikstücken ab. Man muss lediglich die Plastikstücke wieder einsammeln und die Arsenkonzentration im Trinkwasser könnte bis zu 99% reduziert werden. Dies wurde mittlerweile in zahlreichen Versuchen belegt. Denkbar ist, dass mit diesem Verfahren auch andere giftige Schwermetalle aus belastetem Trinkwasser gefiltert werden können. Gegen Keime wirkt diese Methode jedoch leider nicht. Ggf. muss das Wasser zusätzlich abgekocht werden.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgen Schweizer Wissenschaftler schon seit einigen Jahren. Bei einem Einsatz in Bangladesh fügten die Wissenschaftler den zerstückelten Plastikflaschen gut verfügbaren Zitronensatz zu. Dank der Sonneneinstrahlung oxidieren die giftigen Arsenverbindungen. Das Oxidationsprodukt fällt aus und kann dann aus dem Trinkwasser herausgefiltert werden. Mit diesem Ansatz kann der Arsengehalt um 75% bis 90% gesenkt werden. Nach Ansicht des Trinkwasser Blogs auch ein beachtliches Ergebnis.

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Trinkwasser fehlt in Libyen

In Deutschland wird die Versorgung mit Trinkwasser als Selbstverständlichkeit angesehen. Das ist aber nicht in allen Ländern auf der Erde der Fall. Aktuell ist beispielsweise die Trinkwasserversorgung in Tripolis, Libyen nicht sichergestellt. Bislang lief die Versorgung über den Süden, aber diese Zuleitung ist unterbrochen.

Um eine humanitäre Krise möglichst zu vermeiden, hat die Regierung von Malta die Tage ein Schiff mit 340 Tonnen Trinkwasser nach Tripolis geschickt. Nach Recherche des Trinkwasser Blogs stammen 300 Tonnen Trinkwasser von Maltas einzigem Wasserversorger und 40 weitere Tonnen Trinkwasser kommen aus Spenden von Einwohnern von Malta.

Bereits letzte Woche hatte Malta (die Insel Malta ist die Libyen am nächsten liegende europäische Stadt) Tripolis mit 400 Tonnen Nahrungsmittel und 250 Tonnen Medikamenten versorgt.

Nach Meinung des Trinkwasser Blogs sollte man die Tatsache, dass 340 Tonnen Trinkwasser per Schiff transportiert werden, um die Trinkwasserversorgung von Menschen sicherzustellen, auf sich wirken lassen. Beim nächsten Öffnen des Wasserhahns schätzt man dann auch wieder den Luxus Trinkwasser in Deutschland.

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Neue Trinkwasserverordnung ab November

Nach Recherche des Trinkwasser Blogs gilt ab 01. November dieses Jahres eine neue Trinkwasserverordnung. Allerdings weiß bisher kaum jemand in der Bevölkerung was sich genau ändert. Erschreckend ist dabei, dass beispielsweise alleine in München etwa 135000 Wohngebäude direkt betroffen sind.

Mit der Änderung der Trinkwasserverordnung soll die Qualität des Trinkwassers weiter verbessert bzw. gesichert werden. Im Fokus liegt dabei jedoch nicht die Prüfung der Wasserqualität beim Wasser-Lieferanten sondern es geht um das, was in den Hausleitungen passiert und das ist Sache der Eigentümer und nicht der Wasserversorger.

Betroffen sind Betreiber von Trinkwasser-Großanlagen. Dazu zählen Anlagen mit warmem Wasser, die mehr als 400 Liter fassen. Sprich die Novelle greift für viele vermietete Mehrfamilienhäuser mit zentraler Trinkwassererwärmung. Hier muss künftig ein Mal im Jahr ein zertifiziertes Unternehmen mehrere Wasserproben entnehmen.

Eingerichtet werden müssen etwa drei bis fünf Entnahmestellen pro Haus, wobei eine Entnahmestelle ca. 80 bis 150 Euro kostet. Dazu kommen die jährlichen Prüfkosten, die sich auf etwa 200 Euro belaufen. Entzieht sich ein Hausbesitzer dieser Regelung ist mit empfindlichen Strafen zu rechnen. Wer seinen Mietern vorsätzlich oder fahrlässig verseuchtes Wasser zu Verfügung stellt macht sich strafbar. Es ist mit Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren bzw. mit Geldstrafe zu rechnen.

Wie die Verwaltung bzw. Gesundheitsämter die Novelle umsetzen ist auch noch nicht ganz klar bzw. es fehlt den Ämtern an Personal. Soll auffälligen Proben nachgegangen werden, was ja durchaus Sinn macht, dann bräuchte beispielsweise das Gesundheitsamt in München geschätzte 50 neue Mitarbeiter für diese Tätigkeit. Die stehen aber nicht zur Verfügung. Bleibt abzuwarten wie die Umsetzung der Novelle dann letztendlich aussieht.

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